Dr. Thomas Hawes: Künstlerische Vita

1958 geboren in Rugby, England

 

-> Seit 1975 male ich (seit 1981 fast nur in Öl)

-> Seit 1979 unterrichte ich an Universitäten und Schulen sowie in Firmen, damit ich künstlerisch unabhängig bleiben kann

-> Seit 1981 stelle ich meine Ölgemälde aus

-> Seit 2011 bin ich an der Ludwig-Maximilians-Universität (München) als Lehrer tätig

-> Seit 2012 Aktzeichnen u. -studium bei Jörg Besser, Akademie der Bildenden Künste, München

 

MITGLIEDSCHAFTEN

Les Quatres Arts du Metier, Paris, France

Kulturverein Fürstenfeld, Fürstenfeldbruck, Deutschland

 

 

GEMEINSAMES KÜNSTLERISCHES KONZEPT: TOM HAWES & RICHARD BRAUN

Leitmotiv unserer Arbeiten ist die These "Kunst fängt da an, wo das Sichtbare aufhört" (M.Schmidt). Im Mittelpunkt stehen unsere Reaktion gegen die Oberflächlichkeit des Objektes und unser Ziel, die Betrachter zum Nachdenken zu bringen und ihnen die Vielseitigkeit der "Realität" klarer zu machen, um dadurch Toleranz zu befördern. Beim Mensch ist das Wesentliche - und das, was uns zu Menschen macht - nicht Beruf oder Besitz, sondern Gefühle und Gedanken. Wir wollen hinter der Maske schauen...

 

AUFGABE DER KUNST

 

Die Kunst soll unserer Meinung nach Betrachter dazu führen, aus der Ebene des Gegenständlichen in die Sphäre der Transzendenz zu leiten und über einen geistigen Interpretationsakt Emotionen auslösen, etwa Ästhetik (Reisinger). Wir möchten, dass die Betrachter etwas empfinden, etwas lernen, etwas Positives beibekommen, die ihnen hilft, menschlicher zu denken. Dieser Prozess läuft als andauerndes Kontinuum ab und unterliegt einer "emotionalen Logik" (Zeniuk).

 

RICHTUNGEN

 

Unsere Arbeiten beinhalten deswegen neben einer persönlichen Bildsprache Elemente des Kubismus, des Sürrealismus, des Expressionismus und der informellen Kunst. Das heisst, wir betreiben Kunst nicht als Nachahmung der Natur, sondern als Neugestaltung ihrer Elemente (Picasso), in dem wir u.a. 1. Vereinfachung, 2. Cloisonismus (Zersplittern der Blickweise), 3. Konstruktivismus und 4. Farbautonomie (Fauvismus) anwenden. Ein Stück Natur darstellen, heisst lange nicht, eine künstlerische Komposition schaffen. Manche KünstlerInnen versuchen, die Betrachter zu empören, ekeln, beängstigen. Wir neigen aber eher dazu, unsere Zwecke durch die Schönheit und therapeutische Wirkung der Farben und Formen zu bezielen.

 

FARBEN

 

In der Malerei werden diese Prozesse vor allem durch Farben ausgelöst. "Farben gehen ins Gemüt" (Weber). Weniger Farben führen zu einem stärkeren Effekt. Willkürlich ausgewählte Farben haben, selbst wenn seitens des Künstlers nicht bewusst, einen psychologisch-symbolischen Wert. In unseren Werken ist deutlich, dass die "provokanten" oder "revolutionären" Farben, wie Rot und Orange, zentraler sind als die "konservativen" Farben, wie Blau und Grün.

 

THEMENFELDER

 

Themenfelder sind "Mensch und Umfeld" (Verbindungsfäden mit Internationalismus und Respekt für andere Kulturen bzw Gleichberechtigung), "Landschaft und Natur", "bewegende Ereignisse". Der Weg dazu führt über die Trennung von der ästhetischen und ikonografischen Bedeutung eines Kunstwerkes, d.h. wir malen nicht irgendeinen Gegenstand, um ihn zu ehren, sondern wir benutzen ihn, um einen künstlerischen Zweck zu erfüllen: vor allem, um die Betrachter zum Denken zu bringen. Zum Beispiel malt Braun ein schwerzuerkenendes Objekt in einen Umfeld hinein, wo man ihn sonst nicht erwartet (Sürrealismus), und Hawes seine Familie um den Esstisch als Ungeheuer, um die Betrachter aus ihrer gewohnten Denkweise herauszurütteln, damit sie die Welt mit neuen Augen sehen können. Einerseits wirkt dies zunächst merkwürdig und verfremdend, doch ist die Realität (wenn sie überhaupt existiert) letztendlich auch widerspruchsvoll bzw subjektiv.

 

 

BEISPIELE ANHAND VON AUSGEWÄLTEN GEMÄLDEN

 

HAWES

 

Young generation - befürwortet eine Renaissance der Perspektiven, ruft die jungen Menschen auf, sich der Welt zu öffnen, anstatt sich auf übertriebene Weise (als Zentrum des Universums) depressiv nach innen zu wenden und sich z.B. mit Alkohol zu betäuben.

Young generation
Young generation

 

Musiker vor dem kölner Dom - plaidiert dafür, dass Toleranz gegenüber anderen Kulturen wichtiger ist, als nationale Denkmäler (den Dom sieht man garnicht). Die Zukunft der Menschheit hängt nicht von den Eröterungen einiger Staatsoberhäupter ab, sondern vom Zusammenrücken der verschiedenen Völker.

Musiker (Köln)
Musiker (Köln)

 

BRAUN

 

Landschaft 1

Besiedelte Landschaft nördlich von München. Die Holledau. Eingebettet zwischen Hopfengärten, Feldern und Hügeln liegt ein Dorf. Der Hopfen steht hoch, es ist Sommer. Harmonie liegt über dem Land. Wenn nicht dieses Flugobjekt wär'! Man kann es nicht identifizieren. Ein UFO? Ein Freudenzeichen? Es strahlt in leuchtenden Erdfarben; das Rot im Inneren und die scharfe Kontur lösen Unruhe aus. Wie mit einer Pfeilspitze deutet das Objekt auf die Dorfkirche. Stimmt etwas nicht in der Gemeinde? Ja, richtig! Wo sind die Satellitenschüsseln auf den Dächern? Wo steht "Lidl lohnt sich"? Wo leuchtet "Dein guter Stern auf allen Strassen"? Es fehlt die fensterlose Fabrikhalle "Environment and Process". Auf den Hügeln ist kein Funkmast, kein Windrad, am Himmel kein Kondensstreifen zu sehen! - Der Maler hat die Gegenwart vergessen!-- Lob oder Tadel?-- Das Flugobjekt soll ein Denk-mal sein.  

Landschaft 1
Landschaft 1

Dorfstrasse 9, 82178 Puchheim, Deutschland

+49(0)172-7195315

tomhawes2004@yahoo.co.uk

 

 

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